Seit 1902 in Maria Alm.
Schon im 19. Jahrhundert war das Gasthaus Unterberg kein gewöhnlicher Gasthof. Wer durch Maria Alm reiste – zu Fuß, zu Pferd, oder später mit dem ersten Gefährt – machte hier Halt. Einheimische kamen, Durchreisende blieben länger als geplant. Der Ort hatte etwas, das sich nicht leicht beschreiben lässt, aber sofort spürbar war.
1902 kauften Maria und Alois Schwaiger das Gasthaus. Die Urgroßeltern von Elisabeth Schuster, die heute beide Häuser führt. Damals war Maria Alm noch ein kleines Dorf am Fuße des Hochkönigs – vom Tourismus keine Spur, vom Skizentrum Aberg noch weit entfernt. Und trotzdem: der Grundstein war gelegt.
Der Hogmoar
vom Hundstein
Alois Schwaiger war nicht nur Gastwirt. Er war der Hogmoar vom Hundstein – ein Titel, den man sich nicht kaufen kann. Beim Ranggeln, einem jahrhundertealten Kraftmessen im Salzburger Land, treten junge Burschen aus den umliegenden Orten gegeneinander an. Wer gewinnt, wird ein Jahr lang als Hogmoar gefeiert – der stärkste Bursche der Region. Wer im nächsten Sommer seinen Titel verteidigen will, muss wieder antreten, wieder gewinnen.
Alois Schwaiger gewann. Zweimal, 1922 und 1923. Das Ranggeln am Hundstein findet bis heute statt, jeden Sommer am Sonntag um Jakobi, den 25. Juli. Seit über 500 Jahren, am selben Berg, nach denselben Regeln. Wer das einmal gesehen hat, versteht, was Tradition in dieser Region bedeutet.
Drei Generationen.
Ein Haus.
Das Gasthaus ging von Generation zu Generation – Maria und Alois Schwaiger gaben es an ihren Sohn Alois im Jahr 1966 weiter. Zwei Generationen, derselbe Name, dieselbe Haltung. 48 Jahre lang war dieser Alois Schwaiger Wirt mit Leib und Seele. 1973 baute er das Gasthaus am heutigen Standort neu auf – größer, moderner, aber mit demselben Geist. 1997 erweiterte er es. Und 2013, mit 80 Jahren, begann er den Bau des Appartementhauses nebenan.
Elisabeth Schuster und Familie
Im Herbst 2014 war es Zeit. Alois Schwaiger übergab das Hotel und das neue Appartementhaus mit 82 Jahren an seine Tochter Elisabeth Schuster. Sie vollendete das Appartementhaus, empfing im Winter 2014/2015 die ersten Gäste – und führt seither beide Häuser mit einem 15-köpfigen Team.
Was ihr Vater aufgebaut hat, trägt sie weiter. Was sie selbst mitgebracht hat: einen frischen Blick, neue Energie, und den festen Entschluss, dass Gastfreundschaft kein Marketingbegriff ist, sondern eine Haltung. Wer einmal hier war, weiß den Unterschied.